Schiffe-Schadstoffe-Sanierung

 

 

 

 

 

 

 

Competenza GmbH

 

 

 

 

 

 

SCHIFFE - SCHADSTOFFE - SANIERUNG

 

 

 

 

 

 

Konzepte zur Erfassung und Sanierung von Schadstoffen auf Schiffen

 

Als Experten für Innenraumschadstoffe können wir unsere Erfahrung und unser Know-how auch für die Problematik der Schadstoffvorkommen auf Schiffen einsetzen. Die gesetzlichen internationalen und nationalen Vorgaben zum Schutz von Mensch und Umwelt gelten auch für die Schifffahrt.

 

Hintergrund, rechtliche Grundlagen, Fristen

Das internationale Übereinkommen von Hongkong über das sichere und umweltverträgliche Recycling von Schiffen (International Hong Kong Convention for the Safe and Environmentally Sound Recycling of Ships [HKC]) ist eine Vereinbarung für weltweite Verbesserungen für umweltfreundliches Recycling von Schiffen und für die Arbeitsbedingungen in den Abbruchwerften bzw. Abbruchbetrieben. Sie wurde bereits im Mai 2009 von den Mitgliedsstaaten der internationalen Seeschifffahrts-Organisation (International Maritime Organization [IMO]) in Hong Kong verabschiedet.

 

Der Ausschuss für den Schutz der Meeresumwelt (Maritime Environment Protection Committee [MEPC]) veröffentlichte im May 2015 die Richtlinie MEPC.269(68) (Guidelines for the Development of the Inventory of Hazardous Materials).

 

Die IMO setzt den Rahmen mit der HKC und der international gültigen Richtlinie MEPC.269(68), die die zwingend erforderliche Erhebung von Schadstoffvorkommen (hazardous materials [HazMat]) auf Bestandsschiffen regeln. Im Dezember 2013 trat die EU-Verordnung über das Recycling von Schiffen (EU Ship Recycling Regulation [EU-SRR]) in Kraft.

 

Eine Hauptforderung beider Regelwerke ist die Erstellung von Gefahrstoffkataster (Inventory of Hazardous Materials [IHM]) für neue und existierende Schiffe und Plattformen.

 

Folgende IHM-Fristen wurden für Schiffe über 500 GT festgelegt:

  • Recycling-Schiffe müssen ab Ende 2016 mit einer zertifizierten IHM / Gefahrstoffkataster auf die letzte Reise gehen.
  • Neubauten müssen ab Ende 2015 mit einer zertifizierten IHM ausgestattet sein.
  • existierende Schiffe unter EU-Flagge und die EU anlaufenden Schiffe (unabhängig von der geführten Flagge) müssen spätestens am 31. Dezember 2020 eine zertifizierte IHM vorweisen.

Die HKC und EU-SRR gelten für Bestandsschiffe und Neubauten über 500GT, dadurch sind ca. 50.000 Schiffe betroffen, die eine IHM benötigen, in der die Gefahrstoffe wie Asbest, PCB, Ozon abbauende Stoffe und TBT-haltige Schiffs-Anstriche (+ PFOS [Perfluoroktansulfonsäure] auf EU-Schiffen z.B. möglich in Löschschaum) erfasst sein müssen.

 

Darüber hinaus regelt das internationale Übereinkommen von 1974 zum Schutz des menschlichen Lebens auf See (International Convention for the Safety Of Life At Sea [SOLAS]) und das MSC.1/Rundschreiben 1374 vom 3. Dezember 2010 „Informationen zum Verbot der Verwendung von Asbest an Bord von Schiffen“, dass asbesthaltige Materialien, die nach Mitte 2002 verbotenerweise auf Schiffen verbaut wurden, innerhalb von 3 Jahren nach deren Feststellung, rückgebaut/saniert werden müssen.

 

Aktueller Status

Die Erfahrung zeigt, dass trotz des Verbots asbesthaltige Werkstoffe immer wieder gefunden werden wie z.B. in Feuerlöschdecken, Verbindungen und Isoliermaterialien, Dichtungsmitteln, Bremsbelägen, Wand- und Deckenverkleidungen, Kabeln, Materialresten, elektrischen Sicherungen etc. und zudem asbestfrei deklarierte Neubauten nach Reparaturarbeiten und/ oder des Erwerbs von Ersatzteilen Asbest an Bord hatten.

 

Durch verschärfte PSC-Kontrollen (Port State Control) auf Asbest in den Niederlanden und Neuseeland wird die Einhaltung der internationalen Vorgaben überprüft. Werden diese nicht erfüllt bzw. schwerwiegende Mängel festgestellt, können die Schiffe festgehalten werden.

 

Warum Competenza?

Fachwissen und Erfahrung bestimmen über Erfolg oder Misserfolg bei der Schadstofferfassung und -sanierung. Die Schadstofferhebung in Schiffen und die Erstellung von vollständigen, aussagekräftigen Schadstoffkatastern (IHM) sind die unumgängliche Basis für eine zielgerichtete Schadstoffsanierung oder für die Demontage der Schadstoffe im Zuge des Schiffsrecyclings. Ohne IHM kann weder eine passende Recycling Facility ausgewählt, noch eine sicherheitstechnische Planung des Recycling-Unternehmens durchgeführt werden.

 

Unsere erfahrenen Experten (Approved HazMat Experts, DNV GL) und hausinternen Labore (Akkreditiert nach DIN EN ISO/IEC 17025:2005, D-PL-14469-01-00) können durch die Erstellung einer vollständigen und aussagekräftigen IHM die Frage der Asbestfreiheit und die Sicherheit der Crew vorab klären.

 

Neben den bekannten Schadstoffen wie Asbest, künstlichen Mineralfasern (KMF) oder PCB gelten weitere wie PAK, FCKW, Organozinnverbindungen (TBT), Schwermetalle wie Cadmium oder Blei sowie auch Öle und Kraftstoffe als erhebliches Problem. Auch hier bieten wir Ihnen unsere Unterstützung gerne an.

 

Möchten Sie gerne mehr über Gefahrstoffkataster (IHM) erfahren? Selbstverständlich stehen wir Ihnen für Fragen rund um das komplexe Thema zur Verfügung. Vertrauen Sie auf unsere Kompetenz und langjährige Erfahrung bei der Einführung und Umsetzung neuer Standards.

 

Ansprechpartner:      

Rolf Heykes

Niederlassung Hamburg

Tel.: +49 40 18 01 79 96

E-Mail: r.heykes@competenza.com

 

Cengiz Sisova

Niederlassung Frankfurt

Tel.: +49 6103 20 01 16 0

E-Mail: c.sisova@competenza.com