Gebäudeschadstoffe

 

Competenza GmbH

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

SCHADSTOFFKATASTER

 

 

Erfassung von Gebäudeschadstoffen


In gezielten Gebäudebegehungen werden durch unsere erfahrenen Sachverständigen Proben von verdächtigen Materialien entnommen und in unserem Labor untersucht. Sollten dabei Schadstoffe festgestellt werden, kann durch Raumluftmessungen die Einhaltung von Richtwerten ermittelt werden.

 

Asbesthaltiger Wandputz, Spachtelmassen, Hamburger Schulen

 

In Wandputz, Spachtelmassen und Farbschichten, die bis in die 80ziger Jahre verwendet wurden, können asbesthaltiges Material enthalten. Bei Arbeiten an diesen Wänden kann asbesthaltiges Material oder Asbeststaub freigesetzt werden. Für Hamburger Schulen wurde daher zur Erkundung ein systematisches Vorgehen festgelegt um komplette Gebäude zu untersuchen.

 

Wie erfolgt die Probenahme?

  • Die Entnahme erfolgt mit einem Stanzeisen oder einem Meißel
  • Es wird ein emissionsarmes Verfahren (BT31, BT32) nach DGUV-Information 201-012 (früher BGI664) angewendet
  • Die Probenahme erfolgt direkt in sogenannten Stanzschleusen
  • Die so erhaltenen Einzelproben werden gemäß der angewendeten Untersuchungsstrategie zu Mischproben vereinigt
  • Die Höchstzahl der vermischten Einzelproben beträgt aus analytischen Gründen 5 Stück

In wie fern hilft es mir bei der Planung weiterer Arbeiten?

 

In Gebäuden können zahlreiche Schadstoffe (Gefahrstoffe) vorhanden sein, die eine Gesundheitsgefährdung für den Menschen darstellen. Spätestens beim Abbruch oder Umbau von Gebäuden wird im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung zu prüfen sein, ob beim Umgang mit Baumaterialien Schutzmaßnahmen notwendig sind, und/oder ob die Entsorgung des Abfalls problematisch sein kann. Die Informationen dazu sind dem Ausführenden vom Gebäudeeigentümer zur Verfügung zu stellen.

 

Ist eine systematische Belastung mit Asbest erkennbar (hier: Asbest in Proben mit dem erweiterten Verfahren nach VDI 3866-5 (2017-06), Anhang B, nachweisbar, so ist eine Gefährdungsbeurteilung gegenüber Asbest bei den jeweils durchzuführenden Arbeiten durchzuführen. Hierbei ist zwischen Instandhaltungsarbeiten (z.B. Bohren, Farb- oder Tapetenabtrag mit anschließendem Schleifen, Schlitze schlagen etc.), Sanierungsarbeiten (z.B. Kernsanierung) oder Abbruch zu unterschieden.

 

Welchen Nutzen ziehe ich für künftige Baumaßnahmen daraus?

 

Im Zuge der Gebäudenutzung wird es immer wieder zu Modernisierungs- und Instandhaltungsarbeiten kommen (z. B. Wärmeschutz, Netzwerke, Elektrik, Haustechnik).

Vorteile der Erfassung von Gebäudeschadstoffen bei der Planung und Umsetzung zukünftiger Baumaßnahmen sind u. a. Kostentransparenz, Kostensicherheit und die Vermeidung von Überraschungen, welche Termin- und Kostenpläne aus dem Gleichgewicht bringen können.