Schadstoffkataster
Was ist ein Schadstoffkataster?
Unter Schadstoffkataster versteht man eine Arbeitsunterlage, in welcher die zusammengefassten Erkenntnisse einer intensiven Gebäudeuntersuchung auf Schadstoffe zusammen gefasst sind. Das Kataster besteht im Wesentlichen aus Untersuchungsbericht, Probenahmeplänen und Labor-Analyseunterlagen. Ziel der Gebäudeuntersuchung ist es, möglichst alle im jeweiligen Gebäude vorhandenen schadstoffhaltigen Materialien in der Bausubstanz und der technischen Gebäudeausrüstung zu erfassen und zu dokumentieren. Dies gewährleistet eine umfassende Gebäudekenntnis des Eigentümers bzw. des Nutzers in welchen Bereichen Gebäudeschadstoffe vorhanden sind.
Was wird erfasst?
Zumindest die klassischen gesundheitsschädlichen Baustoffe und Materialien, deren Vorhandensein die Anwendung spezieller Regelungen z. B. betreffs Arbeits- und Gesundheitsschutz bei Nutzung oder bei Modernisierungs- und Instandhaltungsarbeiten nach sich ziehen.
Folgende (klassischen) Gebäudeschadstoffe sind von besonderer Bedeutung:
- Asbest
- Künstliche Mineralfasern (KMF)
- Polychlorierte Biphenyle (PCB)
- Pentachlorphenol (PCP)
- Gamma-Hexachlorcyclohexan (Lindan)
- Polycyclische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK, PAH)
Weiterhin wird untersucht auf:
- Dichlordiphenyltrichlorethan (DDT)
- Formaldehyd
- Schimmelpilze (und deren Ursachen)
In gezielten Gebäudebegehungen werden durch erfahrene Sachverständige Proben von verdächtigen Materialien entnommen und in unserem Labor untersucht. Sollten dabei Schadstoffe festgestellt werden, kann durch Raumluftmessungen die Einhaltung von Richtwerten ermittelt werden.
In wie fern hilft es mir bei der Planung weiterer Arbeiten?
In Gebäuden können zahlreiche Schadstoffe (Gefahrstoffe) vorhanden sein, die eine Gesundheitsgefährdung für den Menschen darstellen. Spätestens beim Abbruch oder Umbau von Gebäuden wird im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung zu prüfen sein, ob beim Umgang mit Baumaterialien Schutzmaßnahmen notwendig sind, und/oder ob die Entsorgung des Abfalls problematisch sein kann. Die Informationen dazu sind dem Ausführenden vom Gebäudeeigentümer zur Verfügung zu stellen.
Welchen Nutzen ziehe ich für künftige Baumaßnahmen daraus?
Im Zuge der Gebäudenutzung wird es immer wieder zu Modernisierungs- und Instandhaltungsarbeiten kommen (z. B. Wärmeschutz, Netzwerke, Elektrik, Haustechnik).
Vorteile der Existenz eines SSKT bei der Planung und Umsetzung zukünftiger Baumaßnahmen sind u. a. Kostentransparenz, Kostensicherheit und die Vermeidung von „bösen“ Überraschungen, welche jeden Termin- und Kostenplan aus dem Gleichgewicht bringen.



